Wotan - 30.06.22 - Boxer Nothilfe Deutschland e.V.

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Wotan - 30.06.22

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30.06.2022



Wotan



Als wir im Dezember 2018 von Ihnen den 10-jährigen Wotan übernehmen durften, half er uns schnell über den Verlust unseres zwei Wochen vorher verstorbenen Barrys hinweg.  Seitdem hat er uns mit seiner aufgeschlossenen, lebendigen Art viel Freude gemacht. Er war unser ständiger Begleiter im täglichen Leben und ein sehr gern gesehener Gast in unserer Hundepension, wenn wir ihn nicht mit in unseren Urlaub nehmen konnten.

Bei unserer Tierärztin war er der Vorzeigehund: Keine Scheu vor jedweder Untersuchung oder Spritze und immer gleich auf den Untersuchungstisch gesprungen. Zur Corona-Hochzeit willigte er sogar in das Tragen einer medizinischen Maske ein (siehe Bild), will sagen: Er machte jeden Unsinn mit.

In den letzten Monaten änderte sich aber sein Gesundheitszustand: Verkalkung des Rückgrates bereitete Schmerzen, die Verdauung funktionierte nicht mehr so richtig, ein Reflux kam hinzu.  All dies ließ sich medikamentös behandeln. Zuletzt nahm auch seine Muskelkraft zunehmend ab. Der tägliche Spaziergang wurde immer kürzer und wurde eingestellt, als Wotan nicht mehr konnte/wollte. Hinlegen und Aufstehen dauerte nun quälend lang und tat ihm sichtlich weh. Am Ende kam noch Urin im Blut dazu und seine Hinterläufe  scheuerte er sich beim Versuch aufzustehen großflächig auf.  Ein Bild des Jammers.

Die Zeit, nach einem über 13 Jahre währenden erfüllten Boxerleben über die Regenbogenbrücke zu gehen, war gekommen.

Am vergangenen Freitag morgens um 8.00 Uhr kam unsere Tierärztin zu uns und Wotan konnte auf seiner Lieblingsdecke auf unserer Terrasse in unseren Armen seinen letzten Gang antreten.

Wir haben ihn dann zu ANUBIS nach Magdeburg gebracht, wo er zwischenzeitlich als Einzelhund eingeäschert worden ist. Seine Urne bekommt neben der von Barry ihren Ehrenplatz in unserem Garten.

Wotan war der siebte Boxer in unserem Leben und er wird nicht der letzte gewesen sein. Zum Ende des Sommers wollen wir uns bei Ihnen wieder um einen oder auch zwei Boxer (Rüde oder Hündin) bewerben, vornehmlich ältere Hunde. Zwar körperlich fit und sportlich sind wir selbst bereits in den Sechzigern/Siebzigern und fänden es unverantwortlich, einen jungen Hund und damit eine Verantwortung für 10 und mehr Jahre zu übernehmen, der wir am Ende vielleicht doch nicht mehr gerecht werden könnten.

Bis zu unseren nächsten Bewerbung,
traurige Grüße,
Ihre Dörte und Christian Nels


(C) 2001-2022
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