Dana Lila - 08.01.21 - Boxer Nothilfe Deutschland e.V.

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Dana Lila - 08.01.21

Boxer > Zum Gedenken > 2021
08.01.2021


Dana Lila
(5 1/4 Jahre)
 


Dana Lila "Angsthäschen und Rechte-Linke-Hakenverteilerin"
(geb. 07.08.2015, gest. am 20.11.2020 - nur 5 1/4 Jahre)

Unsere liebe, ängstliche Dana Lila kam im Februar 2016 mit ihrem Bruder zu uns. Es war uns augenblicklich klar, warum Vera sagte, dass dieses Mäuschen nur im Doppelpack mit ihrem Brüderchen vermittelt wird: Getreu dem Motto „Ohne meinen Bruder geh ich nirgendwohin“.

Ach, was war das für ein toller Anblick, als wir die 2 mit unserer Boxerhündin Vio abholten: Da kamen 2 dunkle, schlaksige, nein, dünne Boxerschönheiten, schlotternd vor Kälte und Angst aus dem Haus. Benno taute schneller auf, als Dana, aber sie wagte sich durch ihn dann auch an uns heran.

Unsere Notboxerhündin Vio, die wir seit Ende November 2015 hatten, war nun endlich im Gefühlsparadies mit diesen 2 Jüngeren, hatte sie uns doch deutlich gezeigt, dass das Alleinsein bei uns Menschen so gar nichts für sie war.

Das Namenfinden überließ ich meiner Familie, da meine Vorstellung von unserem Trio, Vio(let), Blue & Lila etwas Unbehagen auslöste. Die Lösung war dann Vio(let), Benno Blue und Dana Lila.

Dana war ein so entzückendes, rassiges Boxermädchen mit einem Bewegungsdrang und Spieltrieb, der war so enorm, dass sie das Apportieren an 1 Tag lernte – der Wahnsinn!

Und wie hat sie apportiert! Davonrasen, ohne Rücksicht auf mögliche Verletzungen, rein ins Gebüsch – und mit einem Zweig in der Nase steckend wieder raus – kein Ton wegen möglichen Schmerzen. So auch beim Tierarzt – immer ganz tapfer, mein Mausebaby!

Und was hat sie alles mitgemacht, zur Haustierärztin, in die Tierklinik nach Ettlingen, in die Kleintierklinik der Uni Gießen wegen einem Loch im Herzen, wegen Mastzellentumoren, wegen chronischen Magen-Darm-Problemen, wegen Eiweißallergie (-> bei einem Hund! Man stelle sich das mal vor! Hat ihr Bruder auch) gekoppelt mit Fettunverträglichkeit (-> wie bei Benno). Letztlich haben wir das alles in den Griff bekommen, nicht aber die vermutete Autoimmunerkrankung, die über ein Jahr verteilt mehrfach zum Anschwellen der Zunge bzw. des Kehlkopfes geführt hat. Jedes Mal ließen wir sie operieren und jedes Mal erholte sie sich in kurzer Zeit davon, um wieder einem Ball oder sonstigem Spielzeug hinterherzujagen, und besser noch, einen solchen ihrem Bruder abzuknöpfen. Und hier zeigte sich am deutlichsten von allen unseren bisher 13 Boxern:

Sie war der "Boxer" schlechthin:

Im Sekundentakt konnte sie blitzschnelle rechte und linke Haken von unten oder Schwinger von oben austeilen (-> der Traumschüler eines jeden Kampfsport-Lehrers), um an ihr Ziel zu kommen, Benno das Spielzeug abzujagen. Der nahm die Attacke mit stoischer Gelassenheit hin, hatte er doch genau darauf gewartet, und holte sich mit Ausdauer etwas später das Spielzeug wieder zurück. So ging das den ganzen Tag – jeden Tag – 24/07 - von kurzen Ruhepausen abgesehen.

Bei ihrem Lieblingsspielzeug, einem roten Hartgummi-Ball, umrundet von einem gelben „Saturn-Ring“, ist sie über sich hinausgewachsen: Den hat sie in Sekundenschnelle zurückerobert. Nur mit dem konnte sie beruhigt schlafen. Ihn  begrabe ich mit ihrer Asche.

Dana war eine rassige Schönheit, ganz dunkel gestromt (schwarz gestromt auf einem grandiosen, dunklen Palisanderbraun). Von allen unseren Boxern war und ist nur Benno noch einen Tick dunkler. Dana hatte nur einen ganz dünnen zarten  weißen Längsstreifen auf dem Näschen, ein bisschen Weiß am Brustkorb und an der Kinnunterseite, ansonsten war sie wunderbar dunkel mit einem glänzenden Fell und einem schlanken, sportlichen Körperbau. Ich bekam gar nicht genug, sie anzusehen! Kein Gramm Fett, nur Muskeln! Fressen stand bei ihr nicht hoch im Kurs, was mich manchmal zur Verzweiflung brachte.

Sie war dann ganz Mädchen, wenn es um Stoffe ging. Ein ganz weiches Tuch, auf das man sich legen konnte, ein ganz samtiges Kissen, auf dem man kauen konnte….Das fand sie auch toll! Auch in den Arm genommen werden und Streicheleinheiten taten ihr soooo gut!

Jetzt gibt es von unserem Geschwisterpärchen nur noch Benno. Da er ihr so ähnlich sieht, muss ich immer an Dana denken. Das tut so weh! Ich hätte nicht gedacht, dass sie nur 5 Jahre alt wird. Es wurde wieder ein Teil aus meinem Herzen gerissen! Es tut immer weh, vor allem bei einem Hund, der deine Seelenverbündete war! Sie war mein Schatten draußen, hat sie sich doch kaum mehr als ein paar Meter von mir entfernt und ist – wenn irgendwie möglich – immer zwischen ihren beiden großen verlässlichen Beschützern, Vio und Benno, gelaufen. Eine ganze Zeit hatte ich anfänglich Angst um sie, da sie bei lauten Geräuschen, blindlings davongerannt ist. Was war ich froh, als sie es gelernt hatte, stattdessen bei mir Schutz zu suchen – selbst nur vor einem nächtlich rufenden Käuzchen hoch oben im Baum.

Wir vermissen dich so sehr, hübsche, rassige Rennmaus ...

Jutta, Walter, Inge, Sabine, Eckhard, Patrick mit Vio(let) und Benno Blue


DANKE, Vera, für dieses Mäuschen mit dem Wahnsinnstemperament und preisverdächtigen Aussehen! Sie passte wieder so gut in unser Dreiergespann! Die Drei haben sich auch so gerne gehabt !


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