Ehemaliges Sorgenkind Edda - Boxer Nothilfe Deutschland e.V.

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Ehemaliges Sorgenkind Edda

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01.02.14


Eddas Herrchen war verstorben und nun sollte die fast 11 Jahr alte Boxerhündin ins Tierheim gebracht werden. Wir konnten Edda einen Tierheimaufenthalt ersparen und haben die Boxerseniorin auf einer privaten Pflegestelle untergebracht.

Wie auf den Fotos unschwer zu erkennen ist, hat Edda einen riesengrossen Tumor im Rückenbereich. Ein Hämangion, ein gutartiger Tumor, der schon 2010 entfernt wurde. Leider konnte er nicht komplett ausgeräumt werden und es kam zu einem Rückfall (Rezidiv). Es ist schade, dass nicht früher eingegriffen und er erneut entfernt wurde, bevor er dieses Ausmaß erreichte. Für eine erneute Operation scheint es nun (laut Aussage verschiedener Tierärzte) zu spät zu sein und wir wollen Edda auch keinerlei Risiken einer größeren Operation aussetzen. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Tumor nicht allzuschnell weiterwächst und dann irgendwann aufplatzt. Vielleicht kann man seinen Verlauf homöopathisch etwas verlangsamen.

Für ihr Alter ist sie unglaublich fit, agil und fröhlich. Sie genießt ihr neues Leben auf ihrer Pflegestelle, wahrscheinlich auch deshalb weil ihre letzten Jahre nicht so schön waren...

Ihr Leben hat nun eine neue Dimension angenommen. Es ist immer jemand Zuhause, sie darf 3-4 am Tag spazieren gehen, rennt - ohne angeleint zu sein - durch Wald und Wiese und freut sich einfach über ihre neue Freiheit, über Spiel, Spaß und ganze viele Schmuseeinheiten. Was Edda allerdings noch lernen muss ist, ihr neues Zuhause mit einem alten Boxermischling teilen. Das passt der Dame nicht besonders. Aber das muss sie akzeptieren und das wird sie auch mit der Zeit lernen. Durch ihr einsames Vorleben konnte sie leider nicht viel Hundebekanntschaften schließen.

Wir werden für Edda alles Mögliche tun, damit sie noch ein fröhliches, unbeschwertes Leben hat. Deshalb haben wir auch gemeinsam mit ihrem Pflegefrauchen beschlossen, dass sie für den Rest ihres - noch hoffentlich langen - Lebens auf der Pflegestelle verbringen darf. Sie muss nicht mehr wechseln. Aufgrund ihres Alters und ihrer Erkrankung wäre es wahrscheinlich auch schwierig, eine neue Familie für sie zu finden. Freuen wir uns einfach, dass solch eine alte Boxerhündin noch so viel Spaß am Leben hat.


23.02.14
Eddas Tumor hat sich in den wenigen Wochen unserer Betreuung und trotz intensiver homöopaischen Behandlungen um 9 cm vergrößert. Als sie anfing den Versuch zu starten sich selbst an diesem Tumor zu verletzen  wussten wir, es muss eine Lösung gefunden werden...

Mehrere Tierärzte hatten uns davon abgeraten, Edda operieren zu lassen, der Tumor sei sehr tief und von der Grundfläche sehr groß. Deshalb konnte er auch bei der ersten Op nicht vollständig ausgeräumt werden. Auch ihr hohes Alter und ihre Lebenserwartung wurden angeführt.

Edda ist bei ihren Versuchen,  ihren Tumor mit der Schnauze zu erreichen regelrecht durchgedreht. Ihr behandelter Tierarzt hatte zu dieser Zeit keine Sprechstunde und so ist Eddas Pflegefrauchen mit ihr zu einem anderen Tierarzt gefahren. Dieser hat uns klipp und klar  erklärt, dass Edda in ihrem Zustand, wenn nichts getan wird, innerhalb von 3 Monaten  sterben würde. Dieser Tumor würde sich sehr bald öffnen und Edda entweder verbluten oder sie würde an einer Infektion sterben.

Uns standen nur diese Optionen zur Wahl: entweder wir lassen Edda würdevoll über die Regenbogenbrücke gehen oder wir wagen eine Operation und lassen Eddas Körper selbst entscheiden, wie es mit ihr weiter geht. Der behandelte TA Dr. Merda war sehr zuversichtlich, dass ihm diese große Op gelänge und Edda noch eine Chance hätte.  Wir waren uns
alle einig, dass Edda diese Chance bekommen sollte.

Am 17.03.14 um 13 Uhr wurde Edda in Narkose gelegt und mit Erfolg operiert. Hr. Dr. Merda aus Gückingen bat noch eine befreundete Kollegin  zu dieser Operation hinzu.

Eddas großer Tumor konnte entfernt werden.  Er wog fast 1kg! Edda geht es sehr gut und sie überstand die Op gut. Weil sie sowieso schon in Narkose lag, wurden auch noch ihre Zähne saniert.

An dieser Stelle unseren Dank an die Tierarztpraxis Dr. Merda, seinem Team und Frau Dr. Dietz-Hartmann, dass sie diese große Op riskiert und mit Erfolg durchführten.

Danke auch  Eva B., die Edda liebevoll betreut,  an Monika die 2 Nächte lang neben Edda auf dem Boden schlief und auf sie aufpasste.

07.04.14
Bericht von Eddas Pflegefrauchen:

"Edda geht es von Tag zu Tag besser. Am 23.03.14 wurden die Drainagen und die Fäden  - soweit die Wunde verheilt war - gezogen. Wir sind 2 x wöchentlich bei Dr. Merda, weil noch 1 kleine Stelle offen ist, wo auch noch etwas Wundsekret raus kommt. Edda trägt ohne zu murren ihren Kragen und freut sich über alles, was sie so erlebt, sogar zum Tierarzt geht Edda gerne. Dabei sein ist für Edda alles.  Nachdem sie zu Beginn des Berichts als " Boxerseniorin" bezeichnet wurde, muss ich das jetzt einmal korrigieren. Sie wird lt. Impfpass zwar am 1. Juli 11 Jahre alt, aber sie benimmt sich wie eine Sechsjährige.  Temperamentvoll und an allem interessiert.

Edda kann natürlich bis zu ihrer vollkommenen Genesung bei mir bleiben. Ich würde mir aber sehr wünschen, dass sie nochmal ein gutes und liebevolles neues Zuhause findet.

Folgende Punkte müssen bei der Vermittlung beachtete werden.

- Sie ist sehr dominant ( bedingt durch ihr Vorleben) also liebevoll und durchsetzungsstark behandeln.
- Futterneidisch - ich füttere sie zur Zeit noch aus der Hand.  Aus diesem Grunde empfehle ich nicht zu Kindern, möglichst als Einzelhund zu einer Familie, die auf diese Besonderheiten eingehen. Dann hat man den liebsten und verschmusesten Hund, den man sich wünscht.

Dr. Merda hat bei unserem gestrigen Besuch gesagt, dass er nicht glaubt das der Tumor wieder wächst, weil er sehr großflächig entfernt wurde."

07.05.14

Edda hat sich mittlerweile erholt.

Kontakt:
Vera Dengel
Ansprechpartnerin: Rheinland-Pfalz/ Saarland/Hessen
Tel: 06371 / 12456
Email:
veradengel@boxernothilfe.de



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